Tierliebhaberin aus Klipphausen erfüllt sich Traum von Vierbeiner-Pension
Im Klipphausener Ortsteil Groitzsch verwirklicht Linda Dlugaj gerade ihren Traum von einer Tierpension für Katzen. Trotz einer Tierhaarallergie hat sie den Schritt gewagt. Doch die Herausforderungen sind größer als erwartet.
Klipphausen. Linda Dlugaj hat einen Traum. In Klipphausen möchte sich die passionierte Tierliebhaberin den Wunsch von einer eigenen Pension für Vierbeiner erfüllen.
Große Nachfrage
Geplant ist, dass im Haus, dessen Geschichte bis ins Jahr 1880 zurückreicht und das extra für den Zweck Tierpension ausgesucht wurde, insgesamt sechs Räume für Katzen entstehen. In denen sollen sie all das vorfinden, was sie für einen angenehmen Aufenthalt außerhalb ihres gewohnten Umfelds benötigen.
Und die Nachfrage ist so groß, dass die beiden mit dem Herrichten gar nicht hinterherkommen. Während der Ferien beispielsweise waren die zur Verfügung stehenden Kapazitäten von Dlugaj komplett ausgeschöpft, zumal diese noch in der mobilen Tierbetreuung und als Gassigeherin tätig ist – und auch die Katzen bei den Besitzern abholt und wieder abliefert, wenn Kunden das wünschen.
Traum schien geplatzt
Dass Linda Dlugaj Katzen bei sich beherbergen kann, ist derweil keine Selbstverständlichkeit. „Ich wollte das eigentlich immer machen, habe aber mit 13 Jahren die Diagnose bekommen, dass ich gegen Tierhaare extrem allergisch bin. Deshalb habe ich erstmal was anderes gemacht, bin in die Gastro gegangen.“ Vor sechs Jahren fiel ihr dann eine Stelle als Quereinsteigerin für Tierpflege ins Auge. „Dann habe ich mir gesagt: Jetzt will ich es machen. Am Anfang musste mein Körper ganz schön leiden, aber da musste er halt durch.“
Während sich der Körper von Pfotenchefin Dlugaj inzwischen längst an den täglichen Kontakt mit Katzen gewöhnt hat, müssen die Hunde noch warten. Die Anforderungen der Gemeinde Klipphausen für so eine Unterkunft sind hoch, aktuell arbeitet das Ehepaar noch daran, diese zu erfüllen. Immerhin aber ist das Verhältnis zu den Nachbarn „super entspannt“, wie Mann Philipp betont. „Das habe ich jetzt auch gemerkt, als ich einmal sonntags sägen musste und fragte, ob das denn ok sei.“
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